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Spritztagebuch kostenlos: Welche Möglichkeiten gibt es – und wann reichen sie?

Behörden-Apps, Vorlagen, Excel: Was es kostenlos gibt, wo die Grenzen liegen und wann sich eine Software lohnt – ein ehrlicher Vergleich.

Von Jonas Rost, Spritztagebuch.de Aktualisiert am 3 Min. Lesezeit

„Spritztagebuch kostenlos“ – eine der häufigsten Suchen rund ums Thema. Verständlich: Die Pflicht ist gesetzlich, warum also dafür bezahlen? Die gute Nachricht: Es gibt gute kostenlose Möglichkeiten. Hier der ehrliche Überblick – auch über die Grenzen.

1. Kostenlose Vorlagen (Excel, CSV, PDF)

Viele Landesanstalten und Kammern bieten Musterformulare an, und auch wir stellen eine kostenlose Spritztagebuch-Vorlage mit allen Pflichtangaben als Excel, CSV und PDF bereit.

  • Vorteile: sofort nutzbar, flexibel anpassbar, offline
  • Nachteile: Zulassungsnummern, Höchstmengen und Ablaufdaten musst du selbst nachschlagen; Sicherung und Zusammenführung bei mehreren Anwendern liegt bei dir; ab 2027 muss die Tabelle maschinenlesbar (z. B. als CSV) vorliegen – mehr dazu unter Spritztagebuch mit Excel

2. DiPAgE – die kostenlose App des Bundes

Das Julius Kühn-Institut (JKI) hat im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums die Web-App DiPAgE entwickelt. Sie ist kostenlos, ohne Registrierung nutzbar, funktioniert offline und exportiert maschinenlesbar (u. a. CSV, XML, JSON). Sie richtet sich an Landwirtschaft, Gartenbau, Baumschulen, Weinbau, Forst und Nichtkulturland.

  • Vorteile: kostenlos, amtlich, deckt die Pflichtangaben ab, maschinenlesbarer Export
  • Zu beachten: Die Daten werden lokal im Browser des Geräts gespeichert. Für die Datensicherung, den Austausch zwischen mehreren Geräten und das Zusammenführen der Einträge mehrerer Anwender bist du selbst verantwortlich – etwa durch regelmäßigen Export.

3. PSM-DOK

PSM-DOK vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz ist in mehreren Bundesländern kostenlos verfügbar. Nicht in allen Ländern ist es freigegeben – prüfe vorab, ob dein Bundesland teilnimmt. Auch hier liegen die Daten lokal.

4. Schlagkarteien mit kostenloser Basisversion

Einige Anbieter von Ackerschlagkarteien bieten kostenlose Einstiegsversionen. Sie sind meist für den Ackerbau gebaut (Schläge, Hektar, Fruchtfolge) und passen nur bedingt zu Gewächshäusern, Sätzen und vielen kleinen Behandlungen im Gartenbau. Achte darauf, was in der Gratisversion enthalten ist und was nach einer Testphase kostet.

Vergleich auf einen Blick

Vorlage Behörden-App Spritztagebuch.de
Kosten 0 € 0 € 29 €/Monat netto
Pflichtangaben ja, von Hand ja ja, mit Checkliste
Zulassungsnummer & Menge nachschlagen Auswahlhilfe automatisch aus dem BVL-Register
Warnung bei Zulassungsende nein – ja, täglich geprüft
Mehrere Anwender & Geräte Datei teilen Daten je Gerät ein gemeinsames Tagebuch
Datensicherung selbst selbst automatisch, täglich
Spritzschrank & Bestände nein – ja
Persönliche Hilfe – Behörden-Hotline ja

Was kostet „kostenlos“ wirklich?

Kostenlose Lösungen kosten Zeit: Zulassungsnummern nachschlagen, Höchstmengen prüfen, Einträge mehrerer Mitarbeitender zusammenführen, Sicherungen machen. Wenn dafür jede Woche eine halbe Stunde draufgeht, sind das über 25 Stunden im Jahr. Ob sich das lohnt, hängt vom Betrieb ab:

  • Kostenlos reicht meistens, wenn eine Person wenige Male im Jahr spritzt und Zeit für Pflege und Sicherung hat.
  • Software lohnt sich, wenn mehrere Personen dokumentieren, viele Flächen und Kulturen im Spiel sind und das Spritztagebuch nebenbei laufen soll.

Ehrlich gesagt: Spritztagebuch.de ist nicht kostenlos – aber es spart dir genau die Zeit, die kostenlose Lösungen kosten. Überzeug dich in einer kostenlosen Demo selbst. Zum Preis

Häufige Fragen

Gibt es eine kostenlose Spritztagebuch-App?

Ja. Das Julius Kühn-Institut bietet im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums die kostenlose Web-App DiPAgE an. In mehreren Bundesländern gibt es außerdem das kostenlose Programm PSM-DOK. Beide speichern die Daten lokal auf dem eigenen Gerät.

Ist Spritztagebuch.de kostenlos?

Nein. Spritztagebuch.de kostet 29 € netto im Monat (jährlich 348 € netto). Kostenlos sind die Live-Demo und unsere Spritztagebuch-Vorlage als Excel, CSV und PDF.

Reicht ein kostenloses Spritztagebuch für die Kontrolle?

Ja, wenn alle Pflichtangaben vollständig sind, die Aufzeichnungen drei Jahre sicher aufbewahrt werden und ab 2027 elektronisch und maschinenlesbar vorliegen. Ob kostenlos oder kostenpflichtig, spielt für die Behörde keine Rolle.

Quellen & weiterführende Links

Stand: 17. Oktober 2026. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die genannten Rechtstexte und die Auskünfte des Pflanzenschutzdienstes deines Bundeslandes.

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